Die Peppol-Pflicht in Belgien — was Handwerker in Ostbelgien wissen müssen
Belgien gehört zu den ersten EU-Ländern, die eine verbindliche elektronische B2B-Rechnungsstellung eingeführt haben. Seit dem 1. Januar 2026 müssen belgische Unternehmen in der Lage sein, strukturierte Rechnungen über das Peppol-Netzwerk zu empfangen. Auch Handwerker in Eupen, Sankt Vith und Malmedy sind von dieser Regelung betroffen — sie gilt für alle Unternehmen in Belgien, unabhängig von der Sprachgemeinschaft.
Was ist Peppol und warum wurde es eingeführt?
Peppol steht für Pan-European Public Procurement Online und ist ein europäisches Netzwerk, über das Unternehmen strukturierte elektronische Dokumente austauschen können. Anstatt eine PDF-Datei per E-Mail zu verschicken, wird eine Peppol-Rechnung als standardisierte XML-Datei übertragen, die jedes Buchhaltungssystem automatisch einlesen kann. Die belgische Bundesregierung hat dieses System eingeführt, um den Verwaltungsaufwand zu verringern, den Mehrwertsteuerbetrug zu bekämpfen und die digitale Wirtschaft zu stärken. Das Gesetz zur Umsetzung der Peppol-Pflicht wurde im belgischen Staatsblatt veröffentlicht und trat mit dem Jahreswechsel 2026 in Kraft.
Welche Unternehmen sind betroffen und ab wann?
Die Einführung erfolgt schrittweise. Ab dem 1. Januar 2026 müssen große Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern in der Lage sein, Peppol-Rechnungen zu empfangen. Mittelgroße Unternehmen folgen ab dem 1. Juli 2026. Kleinbetriebe mit weniger als zehn Beschäftigten müssen ab dem 1. Januar 2027 empfangsbereit sein. Die Versandpflicht — also die Verpflichtung, Rechnungen aktiv über Peppol zu verschicken — folgt in einer weiteren Stufe. Für einen Elektriker oder Klempner in Ostbelgien bedeutet das: Auch wenn der eigene Betrieb klein ist, werden Geschäftspartner zunehmend Peppol-fähige Rechnungen verlangen.
Was ändert sich im Alltag eines Handwerkers?
Wer bisher Rechnungen als PDF per E-Mail verschickt hat, wird seine Arbeitsweise anpassen müssen. Eine einfache E-Mail mit PDF-Anhang genügt für B2B-Rechnungen künftig nicht mehr. Der Handwerker benötigt Zugang zu einer Peppol-zertifizierten Plattform, die die technische Übertragung übernimmt. Das klingt komplizierter als es ist: Moderne Handwerkersoftware wie QuotCraft ist bereits als Peppol Access Point zertifiziert und übernimmt die gesamte technische Abwicklung im Hintergrund. Der Nutzer erstellt seine Rechnung wie gewohnt und die Software stellt sicher, dass sie den richtigen Weg nimmt.
Gilt die Pflicht auch für Rechnungen an Privatkunden?
Nein. Die Peppol-Pflicht betrifft ausschließlich B2B-Rechnungen, also Rechnungen an andere eingetragene Unternehmen. Wenn ein Klempner hauptsächlich für Privatpersonen arbeitet — etwa bei einer Badezimmersanierung im Einfamilienhaus — ist er nur in dem Umfang betroffen, in dem er auch Geschäftskunden hat. Rechnungen an Hausverwalter, Baugesellschaften oder gewerbliche Mieter fallen jedoch unter die neue Pflicht.
Was passiert bei Nichteinhaltung?
Das belgische Recht sieht Sanktionen für Unternehmen vor, die der Peppol-Empfangspflicht nicht nachkommen. Die genauen Bußgelder werden noch festgelegt, aber der FÖD Finanzen hat angekündigt, die Einhaltung aktiv zu überwachen. Darüber hinaus riskiert ein nicht-konformer Betrieb, dass Geschäftspartner die Zusammenarbeit verweigern oder Zahlungen verzögern, weil ihre eigenen Buchhaltungssysteme keine klassischen PDF-Rechnungen mehr akzeptieren.
Peppol und die Deutschsprachige Gemeinschaft
In der Deutschsprachigen Gemeinschaft gelten dieselben bundesbelgischen Gesetze wie im Rest des Landes. Die Peppol-Pflicht ist eine Bundesregelung und unterscheidet nicht zwischen Sprachgemeinschaften. Handwerker in Eupen und der Umgebung müssen sich also genauso vorbereiten wie ihre Kollegen in Brüssel oder Lüttich. Der einzige Unterschied ist, dass die offizielle Kommunikation der Regierung oft auf Französisch oder Niederländisch erscheint — QuotCraft bietet seine Benutzeroberfläche auch auf Deutsch an, damit ostbelgische Betriebe keinen Nachteil haben.
Wie QuotCraft die Peppol-Pflicht für Sie löst
QuotCraft ist als Peppol Access Point zertifiziert und kümmert sich um die gesamte technische Infrastruktur. Sobald Sie Ihren Betrieb in QuotCraft registrieren, werden Sie automatisch im Peppol-Verzeichnis eingetragen. Wenn Sie eine Rechnung an ein belgisches Unternehmen stellen, prüft QuotCraft, ob der Empfänger im Peppol-Netzwerk registriert ist, und wählt automatisch den richtigen Übertragungsweg. Sie müssen sich um nichts kümmern — die Compliance ist in Ihren normalen Arbeitsablauf integriert.
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