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QR-Rechnung für Handwerker: Was Sie seit 2022 wissen müssen

5 January 20268 min read

Seit Oktober 2022 ist die QR-Rechnung in der Schweiz das einzige zugelassene Einzahlungsverfahren — die roten und orangefarbenen Einzahlungsscheine gehören der Geschichte an. Für Handwerker und Gewerbetreibende bedeutet das konkret: Jede Rechnung muss einen Swiss-QR-Code enthalten, sonst riskieren Sie, dass Kunden nicht zahlen können. Wer heute noch ohne QR-Code fakturiert, verliert Zeit und Vertrauen.

Was ist die QR-Rechnung?

Die QR-Rechnung ersetzt die alten roten und orangefarbenen Einzahlungsscheine der Post und der Banken. Sie besteht aus einem Empfangsschein und einem Zahlungsteil, in dessen unterer rechter Ecke der Swiss-QR-Code (49 mm × 49 mm) platziert ist. Dieser Code enthält alle relevanten Zahlungsinformationen in maschinenlesbarer Form: IBAN, Referenznummer, Betrag, Währung sowie die Adressen des Zahlungsempfängers und des Zahlungspflichtigen. Die technischen Spezifikationen sind durch SIX Interbank Clearing festgelegt und gelten als verbindlicher Standard für alle Schweizer Finanzinstitute.

Pflichtangaben im Swiss-QR-Code

Damit eine QR-Rechnung von den Banksystemen verarbeitet werden kann, müssen alle Pflichtfelder korrekt befüllt sein. Zwingend erforderlich sind: eine Schweizer IBAN (beginnt immer mit CH), eine QR-Referenznummer (26-stellig, wird vom Finanzinstitut ausgestellt) oder eine Creditor Reference nach ISO 11649, der Rechnungsbetrag und die Währung (CHF oder EUR), sowie Name und Adresse des Zahlungsempfängers im vorgeschriebenen Format. Fehlt eines dieser Felder oder ist es fehlerhaft, kann die Zahlung von der Bankensoftware nicht verarbeitet werden.

Unterschied zwischen QR-Referenz und Creditor Reference

Es gibt zwei zulässige Referenztypen auf der QR-Rechnung: Die QR-Referenz besteht aus 26 Ziffern und wird von Ihrer Bank oder der PostFinance zugeteilt. Sie eignet sich für Unternehmen, die viele Zahlungen automatisch zuordnen wollen. Die Creditor Reference nach ISO 11649 kann bis zu 25 Zeichen lang sein und wird vom Unternehmen selbst vergeben — ideal für kleinere Betriebe, die auf eine strukturierte Automatisierung verzichten. Für die meisten Handwerksbetriebe empfiehlt sich die QR-Referenz in Kombination mit einem Schweizer Bankkonto, da so Zahlungseingänge automatisch dem richtigen Debitor zugeordnet werden können.

Was passiert, wenn der Kunde die QR-Rechnung scannt?

Wenn ein Kunde den QR-Code mit der Banking-App seiner Bank scannt, werden alle Zahlungsfelder automatisch ausgefüllt: IBAN, Betrag, Währung, Referenznummer und Empfängeradresse. Der Kunde muss lediglich den Auftrag bestätigen. Das eliminiert Übertragungsfehler, die bei manueller Eingabe häufig auftreten, und beschleunigt den Zahlungsprozess erheblich. Studien des Schweizerischen Bankenvereins zeigen, dass QR-Rechnungen durchschnittlich schneller bezahlt werden als herkömmliche Rechnungen mit reiner IBAN-Angabe.

Häufige Fehler beim Erstellen von QR-Rechnungen

Die häufigsten Fehler bei der Erstellung von QR-Rechnungen sind: Verwendung einer ausländischen IBAN (nur CH-IBANs sind zulässig), falsch formatierte Adressen (strukturierte oder kombinierte Adresse muss einheitlich verwendet werden), Beträge mit mehr als zwei Dezimalstellen, fehlende oder falsch berechnete Referenznummern sowie falsch ausgerichteter oder zu klein gedruckter QR-Code. Auch das Weglassen des Empfangsscheins ist ein verbreiteter Fehler, da dieser Bestandteil der Norm ist.

Rechtliche Grundlage und Übergangsregeln

Die QR-Rechnung ist in den Swiss Payment Standards von SIX Interbank Clearing definiert. Die Übergangsfrist für die alten Einzahlungsscheine endete am 30. September 2022. Seitdem sind nur noch QR-Rechnungen als Einzahlungsbeleg zulässig. Für die Vertragsgestaltung relevant: Es gibt keine gesetzliche Pflicht, eine Papierrechnung mit Zahlungsteil auszustellen — digitale Rechnungen per E-Mail mit integriertem QR-Code sind ebenfalls zulässig und weit verbreitet.

QR-Rechnungen automatisch mit QuotCraft erstellen

QuotCraft generiert den Swiss-QR-Code automatisch aus den gespeicherten Rechnungsdaten. Sie hinterlegen Ihre IBAN einmalig in den Kontoeinstellungen, und jede Rechnung enthält fortan den korrekt formatierten Zahlungsteil inklusive QR-Code. Das Format entspricht den aktuellen Swiss Payment Standards, sodass alle Schweizer Bankensysteme die Rechnungen fehlerlos verarbeiten. QuotCraft unterstützt sowohl die QR-Referenz als auch die Creditor Reference und stellt sicher, dass kein Pflichtfeld fehlt.

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